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Trummer-Frutigen

«Berner Oberländer im Gespräch» – die neue Veranstaltungsreihe

Die Berge des Berner Oberlandes gehören zu den spektakulärsten der Schweiz. Dass sie Ecken und Kanten haben, liegt in der Natur der Sache. Wie auch die Bewohner dieser Region. Neu führen wir sechsmal pro Jahr Gespräche mit interessanten Persönlichkeiten des Oberlandes.

Kommen Sie vorbei und hören Sie zu, was diese zu erzählen haben, ob als Hotelgast oder als externer Besucher. Die Gespräche werden vom Publizisten Stefan Keller moderiert. Nach dem 1-stündigen Gespräch (20.30–21.30 Uhr) laden wir zu einem Apéro ein, bei welchem Sie den Dialog weiter vertiefen können. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kollekte kommt einer vom Gesprächsgast ausgewählten Institution zugute.

Eine Anmeldung ist erwünscht: +41 (0)33 673 80 00
info@parkhotel-bellevue.ch

3. Februar: Bernhard Egger und Julian Zahnd, Wirtschaft und Politik

Fr, 3. Februar  | 20.3021.30 Uhr, anschliessend Apéro | Moderation: Stefan Keller | Eintritt frei, Kollekte

«Mir geht es um eine saubere Darstellung der Fakten, man soll Fragen stellen dürfen», sagt Bernhard Egger, der Herausgeber der Regionalzeitung «Frutigländer». Diesem Idealismus, gepaart mit dem Drang, als 50-Jähriger noch etwas Neues und Spannendes anzupacken, ist es zu verdanken, dass es die 2005 lancierte Zeitung überhaupt gibt. Mit ihr hat das Kander- und Engstligental eine wichtige, zuvor fehlende Stimme im Oberland erhalten. Sie ist gesellschaftspolitisch liberal und wirtschaftsfreundlich und deckt sich nicht immer mit der oberländischen Sicht der Dinge. 2010 verkaufte Bernhard Egger, der in St. Gallen Betriebswirtschaft studierte hatte, die von seinem Urgrossvater 1898 gegründete Druckerei und wurde, wie er selber sagt, vom «Unternehmer zum Zeitungsmenschen».

Dass der Frutiger ein anderer «Zeitungsmensch» ist und zuweilen andere Interessen und Ansichten vertritt als sein Co-Chefredaktor Julian Zahnd, der 30 Jahre jünger ist, in Bern lebt und Politik und Geschichte studierte, dürfte nicht weiter erstaunlich sein und die Diskussion bei uns umso spannender machen. Trotz der unterschiedlichen Rollen gibt es einiges, was sie verbindet. Beide lieben das kritische, offene Gespräch, machen Musik (zwar nicht die gleiche) und sind zu grossen Reisen aufgebrochen. Julian Zahnd von Bern nach Peking (mit Velo), Bernhard Egger nach Südafrika (mit ÖV und Autostopp). Julian Zahnd beeindruckte die Offenheit und Gastfreundschaft der Menschen in den arabischen Ländern, der weitgereiste Bernhard Egger (er war in über 60 Ländern) mag die Lebendigkeit und Lebensfreude der Afrikaner. Offen sein für andere Sichtweisen, dies erweist sich auch in der täglichen Redaktionsarbeit als nützlich. «Ich bin nicht einer, der aus vollem Rohr schiesst», sagt der 31-jährige Stadtberner und fügt an: «Für Andersdenkende zu schreiben, hat durchaus seinen Reiz.» Und der Verleger, der die Zeitungsinhalte weitgehend der Redaktion überlässt, wird sich im Zeitalter der Digitalisierung nicht so schnell zurücklehnen (können).

3. März: Leticia Kahraman, Kultur

Freitag, 3. März | 20.30–21.30 Uhr, anschliessend Apéro | Moderation: Stefan Keller | Eintritt frei, Kollekte

Wie eine Nachtigall musste Leticia Kahraman auf ihrer Terrasse gesungen haben. Jedenfalls entging dies ihrem Nachbarn nicht. Er – selbst Musiker und ausgerechnet ein Herr Paganini – förderte den Teenager daraufhin mit täglichem Üben. Soviel zu ihrer fast bühnenreifen Entdeckungsgeschichte. Die 29-jährige Sopranistin mit orientalischen und simmentalischen Wurzeln absolvierte an der Hochschule der Künste in Bern ein Gesangsstudium. Es folgten zahlreiche Meisterkurse, u. a. bei Noëmi Nadelmann und Cheryl Studer, von 2010 bis 2012 war sie Mitglied des Opernstudios Biel und erhielt bereits zahlreiche Förderpreise. Neben ihren Solo-Sopran-Auftritten in Kirchen – jüngst im Berner Münster – durfte sie mit ihrer schönen Stimme und guten Bühnenpräsenz schon ein paar Traumrollen besetzen: die Laurette in Georges Bizets Operette «Le docteur Miracle» und die Saffi in Johann Strauss’ «Zigeunerbaron». Nächstes Ziel ist die Oper, ihre ganz grosse Leidenschaft. Keine Frage: Die Künstlerin wird am 3. März nicht lediglich redend zu erleben sein.

13. April: Olivier Stähli, Jugend

Do, 13. April | 20.30–21.30 Uhr, anschliessend Apéro | Moderation: Stefan Keller | Eintritt frei, Kollekte

Tieren ist Olivier Stähli seit Jahren beobachtend und fotografierend auf der Spur: Steinböcken, Gämsen, Füchsen etc. Nun nahm sich der 18-Jährige eines Raubtieres an, welches er – da nachtaktiv und äusserst diskret – zuvor nur in Gehegen gesehen hatte: dem Luchs. Für seine Maturarbeit «Das unsichtbare Grossraubtier Europas. Ein Fotografieprojekt in den Alpen.» stellte der Steffisburger 20 Fotofallen im Gebiet Beatenberg-Sigriswil auf. 10 Monate dauerte das Projekt, wöchentlich besuchte er jede Falle; 50 Touren ergab dies, die um 3.30 Uhr begannen. Seither hat er den Beweis: Es gibt hier Luchse. Gleichzeitig gewann er viele andere Erkenntnisse, die er am 13. April präsentiert, u.a. mit seinen spektakulären Fotos. «Auch in Adelboden gibt es Luchse», weiss Olivier mittlerweile. Wie der Wolf ist das Tier ein Politikum. Während sich Tierschützer über die Rückkehr der einst ausgerotteten Raubkatze freuen, fürchten Bauern um ihr Vieh und wollen den Schutz des Tieres lockern. «Unnötig», sagt Olivier. «Luchse reissen sehr selten Nutztiere und greifen auch keine Menschen an.»

Vorschau: Gesprächsgäste Sommer 2017

Freitag, 14. Juli, 20.30–21.30 Uhr, anschliessend Apéro

Evelyn und Kristina Brunner, Schwyzer Örgeli, Cello und Kontrabass. Moderation: Stefan Keller | Eintritt frei, Kollekte.


Freitag, 11. August, 20.30–21.30 Uhr, anschliessend Apéro

Urs Pfenninger, Direktor Adelboden Tourismus. Moderation: Stefan Keller | Eintritt frei, Kollekte.


Freitag, 13. Oktober 2017, 20.30–21.30 Uhr, anschliessend Apéro

Heinz Schild, Initiant und Gründer des Jungfrau Marathons und des Grand-Prix vom Bern. Moderation: Stefan Keller | Eintritt frei, Kollekte.

Porträt Stefan Keller, Moderation

Stefan Keller arbeitet als Publizist, Projektentwickler und Veranstalter. Er war als Hotelier und Weinproduzent tätig, danach als Redaktor der Weinfachzeitschrift Vinum. Heute ist der gebürtige Thuner u.a. regelmässiger Mitarbeiter der Schweizerischen Weinzeitung. Neben dem Schreiben gehört auch das Reden als Moderator zu seinen Tätigkeiten. Sport? Stefan Keller ist ein begnadeter Fechter ‒ auf internationalem Parkett.

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