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Adelboden hat fünf stille Täler zum Wandern und Wundern

Eine Shoppingmeile sucht man in Adelboden vergeblich. Dafür hat der Ort fünf stille, grüne Seitentäler zum Wandern und Wundern. Und eine Vielzahl an Bergbahnen, die Sie aus dem Tal auf den Berg tragen. Die Nächte sind kühl und lassen Sie tief durchatmen.

PDF Wanderkarte Adelboden

Wanderpass im Sommer inklusive

Mit dem Wanderpass, den wir Ihnen in der Sommersaison kostenlos zustecken, liegt Ihnen die Bergwelt zu Füssen. Sie geniessen freie Fahrt auf den Bergbahnen und Bussen Adelbodens und Kanderstegs vom 10. Juni bis 15. Oktober 2017. Lassen Sie sich auf die schönsten Aussichtsberge tragen!

Naturschauplätze entdecken

Die Täler von Adelboden zählen zu den schönsten Alpenlandschaften der Schweiz. Erwandern und entdecken Sie sie:

Engstligenalp

Die wie eine riesige Arena wirkende Engstligenalp zieht sommers wie winters die Menschen in ihren Bann. Sprudelndes Wasser, bizarre Gesteinsformationen, satte Blumenteppiche und prächtige Berge erfreuen sowohl Alpinisten und Sportler als auch Verweilende. Jedes Jahr im Juni läutet der spektakuläre Alpaufzug den Sommer ein. Die Engstligenalp ist Ausgangspunkt vieler Wanderungen (gerne informieren wir Sie) und ein beliebter Ort für die Austragung folkloristischer Anlässe. Seit 1948 stehen die beiden Wasserfälle unter Denkmalschutz. 1996 wurde die Engstligenalp ins «Bundesinventar der Kulturlandschaften von nationaler Bedeutung» aufgenommen. Der Berner Autor und Mystiker hat die Engstligenalp in seinem Buch «Magisches Berner Oberland» zum Kraftort erklärt. Auch botanisch bietet das Hochplateau mit seiner artenreichen Flora ein Erlebnis.

www.engstligenalp.ch

Bütschital "Silent Valley"

Die Engländer nannten das Bütschital „Silent Valley“. Tatsächlich findet sich ein so stilles und romantisches Tal selten irgendwo. Da es ein Felssturzgebiet ist, liegen Brocken in allen Grössen und Formen herum. Das Bütschital wird auch als Alp bestossen, was so viel heisst, dass es auch Kühe, Geissen und Schafe gibt und natürlich Sennen und Sennhütten, grössere und kleinere, stattliche und halb verfallene. Und dann das Tal als solches, unterteilt und kupiert. Das Bütschi ist auch ein Feuchtgebiet mit zwei kleinen Seen, die allerdings im Sommer austrocknen können. Das Grossartigste ist die Blumenvielfalt. Einige Felsblöcke sind mit einem grünen Grasmantel überzogen, auf welchem es blüht und spriesst: Enzian, Pelzanemonen, Primeli, Alpenveilchen und seltene Flühblumen. Schliesslich wird das Tal mit einer Steilwand abgeschlossen, über die der imposante Bütschifall hinuntertost.

Elsigenalp

Wandervorschlag von der Elsigenalp aufs Elsighorn (2341 m) und aufs Golitschehöri (2194 m) nach Kandersteg.

Das Elsighorn ist ein fast ringsum steil abfallender Gipfel zwischen Engstligen- und Kandertal. Zum Geniessen der Aussicht auf das weisse Eisgebirge von Kandersteg eignen sich der Vorgipfel des Elsighorns und das Golitschehöri – einfach im saftigen Gras liegen und zur Blümlisalp hinüberblinzeln. Dafür muss man zuerst ein bisschen Weg unter seine Füsse nehmen. Ausgangspunkt ist die Elsigenalp (Bergstation). Von hier aus wandern Sie zum Elsigsee (beim Doppelwegweiser rechten Weg zum See wählen) und steigen zu den Hütten der Oberen Elsigenalp und von dort aufs Elsighorn auf. Danach geht es auf dem Aufstiegsweg ein Stück zurück.

Auf der Höhe der Bergstation des Doppelskilifts steigen Sie auf weglosem Gelände über einen Grashügel hinab zum markierten Bergweg, der zum Golitschepass und aufs Golitschehöri führt. Über steile Weiden senkt sich der erdige Weg zur Golitschealp hinunter, von dort über die Hochebene Uf der Höh hinunter nach Kandersteg. Sehenswert: Arven am Elsigsee, die Lötschbergbahn aus der Vogelperspektive, das hochalpine Amphitheater von Kandersteg.

Wanderzeit: ca. 4¾ Stunden. Höhenunterschied: Aufstieg 700 m, Abstieg 1320 m. Anforderungen: leicht (steiler Abstieg vom Pass nach Kandersteg).

Cholerenschlucht

Eine gezähmte Wildnis: die Cholerenschlucht. Sie ist durchgehend mit Treppen und Brücken ausgebaut, womit die Felsschlucht mit ihren stiebenden Wasserfällen bestens begehbar ist. Wassermühlen und geschliffene Felsen lassen sich ebenfalls bestaunen.  Der Auflug zur Cholerenschlucht lässt sich optimal mit einer Besichtigung des Pochtenkessels verbinden, wo Engstlige und Otterebach in einem tiefen Felstrichter zusammenfliessen.

Adelbodens Themenwege und sein Blumengarten:

Themenwanderwege

Kulturpfad Frutigland

Wandernd die Besonderheiten der Region entdecken. Dies ermöglicht der Kulturpfad Frutigland, der durch das Engstlig-, Kander-, Kien- und Frutigtal führt und Einblick gibt in die Kultivierung der Bergtäler, in geschichtliche Hintergründe und in das geistige Vermächtnis der Talbewohner. Erläutert wird auch die typische Bauweise und Handwerkskunst der Täler.

Auf den Spuren der Weltcupsieger

Der Erlebnisweg auf das Chuenisbärgli ist eine Hommage an das Weltcup-Skirennen. Der etappenweise neu geschaffene Naturweg führt der Piste entlang auf den Berg. Wie könnte es anders sein: Die Standorte sind nach Siegern benannt und dokumentieren die Geschichte des Rennens. Im Weiteren vermittelt der Sponsor, die Bernischen Kraftwerke, Wissen über Kraft und Energie.               

Lebenselixier Wasser

Ein weiterer Erlebnisweg thematisiert Wasser in Verbindung mit alpinem Wohlbefinden. Er führt von der Oey dem Engstligenbach entlang nach Unter dem Birg zum Wasserfall und belebt Körper und Sinne, beispielsweise mit einem Schluck Mineralwasser direkt ab Quelle. Der Themenweg lädt auch dazu ein, barfuss zu gehen und mit speziell eingerichteten Sehkisten Wasser zu erleben. Spannend sind auch der Eisenbahn-Erlebnispfad Blausee-Mitholz-Kandergrund und der Lernpfad «schutz.wald.mensch». 

Alpenblumengarten Höreli

Wer sich fitmachen will in Sachen Alpenblumen oder die prächtigen Pflanzen einfach bestaunen möchte, besucht den Alpengarten Höreli am Hörnliweg. Hier findet er die ganze Pracht und Vielfalt – mit 700 verschiedenen Blumen und Kräutern – versammelt vor. 400 Arten sind auf deutsch, lateinisch und französisch beschriftet.

Wanderknigge

Vom Einmaleins des stilvollen Wanderns:

Gipfelwein für Angekommene

Die Asketen sind zwar strikte dagegen, doch das Gros der Bergwanderer ist durchwegs zu haben für einen kleinen Apéro auf dem Berg, der, in Kombination mit dem Gipfelkuss, noch immer gepflegt wird. Selbstverständlich darfs nichts Wuchtiges sein. Der klassische Gipfelwein ist ein süffiges, einfaches weisses «Wyli», das man in vernünftigen Dosen auf den Berg trägt. Schnaps wird eher im Winter getrunken – im Irrglauben oder mit der Ausrede, dass er wärmt.

Bäche und Brunnen

Auf die Frage, aus welchen Bächen und von welchen Brunnen man trinken kann, gibt es keine so klare Antwort. Der als Wanderführer und Fotograf tätige Peter Allenbach findet, dass man dem Brunnenwasser bei Hütten in der Regel trauen kann. Wo es allerdings Sumpf gibt und Tiere, rät er davon ab. Im Weiteren ist für ihn entscheidend, ob man sich oberhalb der Zivilisation oder unterhalb befindet. Auf Auge und Nase kann man sich durchwegs verlassen.

Keine Blumen für Daheimgebliebene

«Fotografieren statt pflücken», rät Jakob Burn, einer der grossen Blumenkenner Adelbodens. Zwar gibt es im Kanton Bern – neben den Blumen mit «vollständigem Schutz» – die Abstufungen «5 Stück möglich» (beispielsweise bei den Enzianen) oder «In Massen pflücken verboten» (Schlüssel- und Trollblumen, Aprilglocken etc.), doch schade findet es Jakob Burn dennoch für jede gepflückte Blume.  In Adelboden wachsen zwanzig verschiedene wilde Orchideenarten, besonders verbreitet sind sie im Gebiet Geils-Hahnenmoos. Keine Raritäten sind denn auch Enziane, Anemonen und Alpenrosen. Letztere sollen für die Bauern im Geils-Chumi gar eine Plage sein.

Bitte nicht betreten

Den Landwirten über ihre Wiesen zu gehen, ob das Gras kurz, lang oder gerade gemäht ist, gilt ganz einfach als Unsitte. Das war früher so und ist es heute noch. Es findet sich immer ein Weg, man muss ihn nur suchen. Dankbar sind Landwirte den Wanderern auch, wenn sie die Durchgänge stets schliessen.

Freches Vieh

Picknicken in der Nähe von Ziegen und Schafen ist nicht zu empfehlen, will man seinen Proviant nicht mit ihnen teilen. Kühe gelten zwar als gemächlich, doch als «Distanztiere» neigen sie relativ schnell zu Abwehrreaktionen wie Ausschlagen. Kühen kann es wie uns ganz einfach zu eng werden. Stiere gelten als unberechenbar, sie sind in der Regel jedoch nicht frei auf den für Wanderer zugänglichen Weiden. Nicht frecher, aber immer zutraulicher werden die Tiere in der Höhe: Gämsen, Steinböcke und Bergdohlen. Die Bergvögel kann man mit Futter mittlerweile gar auf seine Knie locken. Respekt vor kleinen Tieren ist dann und wann auch angebracht. Immerhin hat das niedliche zahme Adelbodner Murmeli, das alle so lieben und von welchem es mittlerweile gar einen Film gibt, zwei Personen so übel gebissen, dass sie gleich ins Spital mussten. Wer will schon immer gehätschelt werden?

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